Erweiterungen
Die Einigung eines Kontinents
Seit ihrer Gründung in den fünfziger Jahren ist die EU von 6 auf 27 Mitgliedstaaten angewachsen. Island, Kroatien, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien und die Türkei sind derzeit die offizielle Beitrittskandidaten. Diesen Status vergibt die EU an Staaten, deren Aufnahmeantrag vom Rat der EU einstimmig angenommen wurde.
EU-Mitgliedstaaten und Beitrittsdatum:
1957 Gründungsmitglieder: Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, Luxemburg, die Niederlande
1973 Dänemark, Irland, Vereinigtes Königreich
1981 Griechenland
1986 Portugal, Spanien
1995 Finnland, Österreich, Schweden
2004 Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, die Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern
2007 Bulgarien und Rumänien

Das ist erforderlich, um Mitglied der EU zu werden:
- Zugehörigkeit zum Europäischen Kontinent
- Eine bestimmte Entwicklungsstufe
- Frieden und Demokratie
- Gewährleistung der Menschenrechte und des Minderheitenschutzes
- Die Existenz einer Marktwirtschaft
- Übernahme des gesamten bisherigen Gemeinschaftsrechts
- Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Vorteile der Erweiterung:
- Mehr Stabilität für Europa
- Mehr Sicherheit und Freiheit in Europa
- Ein größerer Binnenmarkt
- Wirtschaftliche Entwicklung - neue Gelegenheiten für Unternehmen
- Mit den neuen Mitgliedern wächst die Vielfalt und der Austausch von Ideen und Kenntnisse
- Mehr Lebensqualität für die europäischen Bürger mit den neuen EU-Politiken: Bekämpfung von Umweltverschmutzung, Kriminalität, Drogen und unzulässiger Immigration
- Die EU wird in der Weltwirtschaft eine entscheidende Rolle spielen und wird ein starker Partner in den Verhandlungen des internationalen Welthandels
Die Europäische Nachbarschaftspolitik
Nach der großen Erweiterung von 2004 und den Beitritten von Rumänien und Bulgarien im Jahr 2007 entschied die EU, vorerst keine weiteren Länder in den Kreis der Kandidaten aufzunehmen.
Jedoch gelten die Länder des westlichen Balkans wie Kroatien, Mazedonien, Albanien, Montenegro, Bosnien-Herzegowina, Serbien und das Kosovo als nächste mögliche Kandidaten für einen Beitritt. Teilweise wurde diesen Staaten bereits der offzielle Status eines Beitrittskandidaten verliehen. Diesen Status hat auch die Türkei, deren Beitritt seit Jahren diskutiert wird. Die offizielle Beitrittverhandlungen laufen seit Oktober 2005.
Damit die EU weiterhin gute Beziehungen zu ihren Nachbarn pflegen kann, auch wenn diese keine Mitglieder der EU sind, gibt es seit 2004 die „Europäische Nachbarschaftspolitik". Innerhalb der Europäischen Nachbarschaftspolitik schließt die EU Abkommen mit ihren Nachbarn und arbeitet eng mit ihnen in den Bereichen Wirtschaft, Sicherheit und Bildung zusammen. Die 16 Länder, die zur Europäischen Nachbarschaftspolitik gehören, sind: Algerien, Armenien, Ägypten, Weißrussland, Georgien, Israel, Jordanien, Libanon, Libyen, Marokko, Moldawien, das besetzte Palästinensische Gebiet, Syrien, Tunesien und die Ukraine.






