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Brexit FAQ

Auf dieser Seite sammeln wir die von Unionsbürgerinnen und -bürgern häufig gestellten Fragen zum Thema Brexit.

 

"Ich bin britischer Staatsangehörige*r und möchte auch weiterhin in Deutschland leben und arbeiten. Was muss ich hierfür tun?"

Sollte es zu einem "harten" Brexit kommen, das heißt ein Austritt des Vereinigten Königreichs ohne ein Übergangsabkommen, benötigen Sie als Angehörige*r eines Drittstaats einen Aufenthaltstitel und eine Arbeitserlaubnis. Wenn Sie sich schon lange in Deutschland aufhalten, können Sie sich unter Umständen auch einbürgern lassen.

Die wichtigsten Informationen haben wir Ihnen unter der Rubrik Freizügigkeit und Aufenthalt zusammengestellt. 

Auf den Webseiten der Freien und Hansestadt Hamburg finden Sie auch eine speziell auf den Brexit zugeschnittene Seite, die Sie auch zu den entsprechenden Behörden weiterführt.

Ein am 12. März 2019 an alle in Hamburg gemeldeten britischen Staatsangehörigenversandtes Schreiben, in welchem die Abteilung für zentrale Ausländerangelegenheiten über die aufenthaltsrechlichen Regelungen im Falle eines geregelten bzw. ungeregelten Brexits informiert, finden Sie unter: https://www.hamburg.de/innenbehoerde/allgemein/12293188/informationen-brexit-deutsch/.

 

"Ich lebe bereits in Hamburg und möchte einen Aufenthaltstitel für die Zeit nach dem Brexit beantragen. Kann ich schon jetzt etwas tun?"

Da das Vereinigte Königreich derzeit noch kein Drittstaat ist und eine Übergangslösung durch ein Abkommen zwischen der EU und Großbritannien noch zu Stande kommen kann, können Sie im Moment noch keine Aufenthaltserlaubnis beantragen.

Für den Fall eines "harten" Brexits, ist derzeit geplant, dass britische Staatsangehörige, die bereits in Deutschland leben oder zumindest vor dem 29. März 2019 hier angekommen sind, bis zum 29. Juni 2019 einen Aufenthaltstitel beantragen können. Für die Übergangszeit zwischen dem 29. März 2019 und dem 29. Juni 2019 würde sich insoweit nichts ändern und Sie könnten wie bisher in Deutschland leben und arbeiten. Nach dieser Übergangszeit würden dann die Regeln für Drittstaatsangehörige auch in Ihrem Fall greifen.

Auch hierzu finden Sie nähere Informationen auf den Webseiten der Freien und Hansestadt Hamburg.

 

"Was bedeuten die Begriffe, die in der Diskussion immer wieder aufkommen?"

  • "No-Deal" Brexit
    • Dies beschreibt das Szenario, wonach bis zum offiziellen Austrittsdatum am 29. März 2019 kein völkerrechtliches Abkommen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU geschlossen wird, es also keinen "Deal" zwischen den beiden gibt. Zwar wurde ein solches Übergangsabkommen ausgehandelt, zu seiner Wirksamkeit muss es aber u.a. noch die Zustimmung vom britischen Parlament erhalten. Dort wurde das Abkommen aber abgelehnt.
  • "Harter" Brexit oder "Hard Brexit"
    • Beschreibt ebenfalls das Szenario eines Austritts ohne Austrittsabkommen (s. oben).
  • "Backstop"
    • Der Backstop ist eine Regelung im ausgehandelten Austrittsabkommen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich, welche Grenzkontrollen auf der irischen Insel, das heißt zwischen Irland und Nordirland als Teil vom Vereinigten Königreich, verhindern soll. Im Abkommen zum Austritt wollen die EU und das Vereinigte Königreich vor allem Übergangsregelungen schaffen, um später ein umfassendes Freihandelsabkommen abschließen zu können. Dazu hätte man dann mehr Zeit. Für den Fall, dass ein solches späteres Freihandelsabkommen dennoch nicht zustande kommt und das Übergangsabkommen ausläuft, besagt der Backstop, dass es selbst dann nicht zu Grenzkontrollen zwischen Irland und Nordirland kommt. In diesem Fall verbleibt Nordirland insbesondere im gemeinsamen europäischen Binnenmarkt mit all seinen Bestimmungen. Großbritannien im Übrigen würde dann in der Zollunion verbleiben und wäre weiterhin mit der EU verbunden, ohne selbst neue Handelsabkommen abschließen zu können. Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/backstop-101.html
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